Pflegekonzept
Wir betonen die Einzigartigkeit einer jeden Person. Wir respektieren
Erreichtes und haben Einfühlungsvermögen für das, was
die BewohnerInnen jeweils erlebt haben. Emotionen bedeuten für
uns Quelle menschlichen Lebens. Unsere Existenz ist im Wesentlichen sozial.
Interaktion wird als positiv betrachtet und als heilende Komponente
der Pflege gesehen. Das Ziel unserer pflegerisch - therapeutischen Arbeit
ist die Bewahrung der Identität des Individuums als soziales Wesen in
der Gemeinschaft.
Von wesentlicher Bedeutung sind für uns der Erhalt und die Förderung
von gefühlsmäßiger, geistiger, körperlicher und sozialer Autonomie.
Es ist uns wichtig, die Selbstwahrnehmung und die Vielschichtigkeit
demenzbedingter Lebensumgestaltung zu respektieren, deren Selbstorganisation
anzuerkennen und zu fördern.
Die Pflege wird basierend auf dem Pflegemodell fördernder Prozesspflege
gestaltet. Der Pflegeprozess steht unter der Verantwortung von qualifiziertem
Pflegefachpersonal. Pflegehilfskräfte werden geschult im Umgang mit
pflegebedürftigen, dementen BewohnerInnen und arbeiten unter der Anleitung
von Pflegefachpersonal. Alle MitarbeiterInnen orientieren sich an den
Gefühlen der BewohnerInnen, unterstützen und bestätigen diese. Es gibt
ein für die Einrichtung entwickeltes Pflegeleitbild und eine Pflegekonzeption,
die sich an Monika Krohwinkel orientieren.
Als Arbeitsgrundlage zur Unterstützung unseres Konzeptes stehen der
Ansatz der "Integrativen Validation", einer Gesprächsführung, die von
einer annehmenden, akzeptierenden und wertschätzenden Einstellung geprägt
ist, sowie der personenzentrierte Ansatz nach Tom Kirwood. Ein differenziertes Wissen über die Symptomatik, den Verlauf, die
Interventionsmöglichkeiten sowie die Teamarbeit sind für uns Grundvoraussetzungen
für unser Konzept der Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz.
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